Völlig konträr, keineswegs im Rahmen des bisherigen Behandlungsschemas, überrascht das Deutsche Ärzteblatt mit der Schlagzeile:

Typ-2 Diabetes. Weniger Kohlenhydrate, weniger Insulin.

 Genau darum geht es!

Einigen fortschrittlichen Diabetesexperten unter den Ärzten reicht es, wenn sie zusehen müssen, dass Diabetes Typ-2 Patienten geradewegs auf eine Behandlung mit Insulin zusteuern.  Wobei doch die Umkehr dieser Krankheit möglich ist und eine geänderte Ernährung auch völlige Heilung verspricht. An vielen Orten der Welt wird die kohlenhydratarme Ernährung bei Diabetes eingesetzt und die Erfolge sind überzeugend. Daher müssen wir dankbar sein, dass das Deutsche Ärzteblatt in seiner jüngsten Ausgabe die ketogene Ernährung vorstellt. Überraschend positiv, ohne Wenn und Aber!

 Dr. Sarah Hallberg, die Wissenschaftlerin im Dienste von Virta Health, lässt mit ihren Aussagen aufhorchen. Sie sagt, was eine wachsende Anzahl von Diabetologen denken und wird im Deutschen Ärzteblatt zitiert:

 „Dr. Sarah Hallberg hat es gründlich satt…, ruft ihre Kollegen zur offenen Rebellion auf …, möchte künftig die gängigen Ernährungsleitlinien ignoriert wissen.“

Diese Aufrufe zum Ungehorsam sind für eine deutsche Ärztezeitung ungewöhnlich. Hier macht sich eine wachsende Empörung Luft, von Ärzten, die nicht mehr so weiter machen wollen wie bisher.

Mit reichlich Fett und Reduktion der Kohlenhydrate ist Diabetes Typ-2 besser behandelbar und sogar heilbar. Glukose, die eigentliche Ursache von Diabetes-Typ-2 wird reduziert, und Ketonkörper übernehmen die Rolle der Energieproduktion.

Es besteht letztlich „kein eindeutiger Bedarf für Kohlenhydrate“ in der Ernährung, so die Wissenschaftler im Deutschen Ärzteblatt. Siehe auch frühere Blogartikel über Virta Health.

Ob es die treuen Diener einer auf Medikamente zentrierten Medizin wahrhaben wollen oder nicht, Ernährung rückt zunehmend in den Fokus der ärztlichen Kunst. Um Diabetiker langfristig von Medikamenten zu befreien, greifen auch deutsche Ärzte und komplette Kliniken zur ketogenen, also fettbetonten und kohlenhydratarmen Ernährung. Bis zur Herstellung von synthetischem Insulin und modernen Medikamenten war dies die einzige Möglichkeit, Diabetes Typ-2 zu behandeln. Was wir hier erleben ist die Wiedergeburt einer vergessenen Therapie. Letztlich ist Diabetes Typ-2 eine „Kohlenhydratvergiftung“ und die Insulinresistenz eine „Kohlenhydratintoleranz“, um die Worte von Sarah Hallberg im Ärzteblatt wiederzugeben.

In Deutschland werden die Erfahrungen mit kohlenhydratarmer Ernährung im Verbund der Katholischen Kliniken in Düsseldorf koordiniert. Ihr Chefarzt, Dr. Stephan Martin, ist Lesern dieses Blogs kein Unbekannter. Er tritt konsequent für die neue Sichtweise der Diabetesbehandlung ein, wie sie im Ärzteblatt Ausdruck findet:

„Das Insulin stoppt nicht nur die Lipolyse (Anm. des Verfassers: Fettabbau) und verhindert damit den Abbau  der Fettreserven“.

Eine moderne Diabetesbehandlung bringt die Insulinausschüttung unter Kontrolle, was nur mit einer mehr oder weniger drastischen Reduktion von Kohlenhydraten gelingt.

Dass Deutschland einen Sonderweg geht, wird im Artikel besonders angekreidet. In keinem Land ist der Insulinverbrauch pro Kopf der Bevölkerung so hoch wie in Deutschland, und zwar doppelt so hoch wie in Frankreich! Dies ist auch auf finanzielle Fehlanreize zurückzuführen.

Die abschließende Frage stellt sich wie bei allen Ernährungsumstellungen: kann man mit einer ketogenen Ernährung langfristig das Gewicht, das man einmal erreicht hat, auch halten? Dann wäre der gordische Knoten gelöst. Der Ernährungsexperte Prof. Dr. David S. Ludwig geht in Harvard dieser Frage nach. Vor kurzem lief eine Studie an, die zeigen soll, ob eine langfristige Stabilisierung des  Gewichts durch Kohlenhydratrestriktion funktioniert. Wollen Sie zehn Jahre warten, bis verlässliche Langzeitdaten verfügbar sind? Zweijährige Studien, die Dr. Sarah Hallberg präsentieren kann, sind hoffnungsvoll. Dazu gibt es viele Fallberichte von Menschen, die auf eigene Faust viele Jahre lang mit Erfolg für Gewicht und Blutzucker eine ketogene Ernährung praktizieren.

Achtung:

wenn Sie Diabetesmedikamente einnehmen, sollten Sie eine Ernährungsumstellung auf die Low-Carb/ketogene Variante unbedingt unter ärztlicher Betreuung durchführen! Es könnte sein, dass sie bereits nach wenigen Tagen die Medikamente reduzieren müssen!

Wenn ihr Arzt misstrauisch ist, drucken Sie den Artikel des Deutschen Ärzteblattes aus, nehmen sie ihn mit zu ihrem Arzt und bitten Sie um Unterstützung bei der Umstellung auf kohlenhydratarme Ernährung!

Zitate aus: https://www.aerzteblatt.de/archiv/inhalt?heftid=6227#group

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