Ivor Cummins (The Fat Emperor) interviewt Prof. Dr. Hanno Pijl. Englische Untertitel!

Es wird Klartext gesprochen vor den Vertretern des Europäischen Parlaments. Wissenschaftlicher Betrug durch Pharma- und Lebensmittelkonzerne stehen auf der Tagesordnung. Dass die Diskussion die europäische Bühne erreicht hat, ist dem unermüdlichen Kampf  eines Teams von anerkannten Wissenschafter und Kardiologen, wie Dr. Aseem Malhotra, UK, oder dem Diabetesspezialisten Prof. Dr. Hanno Pijl (NL) zu verdanken.

Am 12. April ging die fast zwei-stündige Veranstaltung über die Bühne. Wer glaubt, die Nachrichtenagenturen würden sich auf die Inhalte stürzen und die Zustände aufzeigen, hat sich leider getäuscht. Mir ist keine Zeile über die EU-Veranstaltung in einem deutschsprachigen Medium aufgefallen. Auch meine Briefe an EU Abgeordnete blieben bisher unbeantwortet.

Es ist höchste Zeit, über die sozialen Medien zu informieren, was sich auf großer Bühne abspielt.

Verfolgen Sie selbst, was Diabetesexperten auf der parlamentarischen Bühne zu sagen haben. Ein sechs-minütiges Interview mit dem Moderator der Aktivistengruppe, Prof. Dr. Hanno Pijl aus den Niederlanden, ist erschreckend genug.

Die gesamte fast zwei-stündige Debatte habe ich in dem folgenden Artikel zusammengefasst:

Basis meiner Recherche war folgender Artikel: https://inews.co.uk/news/health/chilcot-style-inquiry-health-experts-overprescription-drugs/

Gesundheitsexperten fordern öffentliche Untersuchung

Dr. Aseem Malhotra, Facharzt für Kardiologe und Aktivist im Kampf gegen Übergewicht und Fettleibigkeit ist einer von mehreren Gesundheitsexperten, die eine öffentliche Untersuchung darüber fordern, wie Pharmaunternehmen und Ärzte Millionen von Patienten in Gefahr bringen.

Führende europäische Gesundheitsexperten rechnen mit der Pharmaindustrie ab, der sie vorwerfen, dass sie für den Tod von zehntausenden Menschen pro Jahr durch Überdosierung von Medikamenten verantwortlich sind. In einer Rede im Europäischen Parlament in Brüssel weisen Ärzte und Wissenschafter darauf hin, dass Millionen von Menschen unnötig Medikamente konsumieren – wie Statine, Blutdrucksenker und Medikamente zum Senken der Blutglukose bei Typ-2-Diabetes -, die keinerlei positive Wirkung haben und daher Verschwendung von öffentlichem Geld bedeuten. In vielen Fällen erzeugen Nebenwirkungen zusätzliches Leid und führen zu frühzeitigen Todesfällen.

Im November veröffentlichte die Universität Cambridge eine Studie, die feststellt, dass die Hälfte der über 65-jährigen mindestens fünf Medikamente pro Tag einnimmt. Vor 20 Jahren waren das nur 12 Prozent, während der Anteil derjenigen, die überhaupt keine Medikamente einnehmen, von rund 20 Prozent in den späten 1990er Jahren auf jetzt sieben Prozent gesunken ist. Die Einnahme von bis zu fünf Medikamenten pro Tag erhöhe die Gefahr eines vorzeitigen Todes um schätzungsweise 47 Prozent, warnen die Forscher. Überdosierung von Medikamenten gilt heute als die dritthäufigste Todesursache nach Herzerkrankungen und Krebs. Dadurch sterben allein im Vereinigten Königreich jährlich etwa 125.000 bis 150.000 Menschen.

Finanzielle Zuwendung machen zahlreiche Wissenschafter von Pharmaunternehmen abhängig, was einer Bestechung entspricht, argumentieren die Experten. Zwischen 2009 und 2014 mussten Unternehmen von „Big Pharma“, einschließlich GlaxoSmthKline, 13 Milliarden Dollar Strafe für kriminelles Verhalten bezahlen, wie z.B. Verstecken von Daten über Arzneimittelschäden und Manipulation der Ergebnisse, beklagen die Ärzte im Europaparlament.

Falsche Informationen durch Ernährungsrichtlinien

Die Mediziner fordern auch eine vollständige Überarbeitung der „fehlerhaften“ nationalen Ernährungsrichtlinien und machen diese für die wachsende Fettleibigkeits-Krise verantwortlich. Vielmehr sollte ein stärkerer Fokus auf einen besseren Lebensstil gerichtet werden, die den Patienten einen weitaus größeren Nutzen bringen. Im Vorfeld der Veranstaltung sagte Dr. Aseem Malhotra, ein in London ansässiger Kardiologe und Mitglied der Academy of Royal Colleges:

 „Nach fast 17 Jahren als Arzt bin ich allmählich und ungern zur Schlussfolgerung gekommen, dass ehrliche Ärzte nicht mehr ehrliche Medizin praktizieren können“.

Und weiter:

„Schlechte Qualität der Forschung, beeinflusst durch Eigeninteressen, hat zu einer Epidemie von falsch informierten Ärzten und falsch informierten Patienten geführt. Fehlende Transparenz bei der Zulassung von Medikamenten ergibt wiederum schlechte klinische Ergebnisse, umgesetzt in einem medizinischen Klima der Ahnungslosigkeit und mangelnder Ethik. Diese angewandte Praxis ist für die dritthäufigste Todesursache nach Herzerkrankungen und Krebs verantwortlich.“

Dr. Malhotra sieht die Ursachen in einer „Epidemie der Fehlinformationen“, die auf Grund der gegenwärtigen Ernährungsberatung, die für den steigenden Verbrauch von raffinierten Kohlenhydraten und verstecktem Zucker verantwortlich ist, noch verstärkt wird.

„Dies ist die Ursache für Adipositas und die Typ-2-Diabetes-Epidemie. Glücklicherweise gibt es viele Menschen, die die Ernährungsrichtlinien der Regierungen ignorieren und es in vielen Fällen schaffen, ihren Typ-2-Diabetes umzukehren und ihre Medikamente abzusetzen.“

Dr. Malhotra fordert eine nationale Kampagne, um die Krise des öffentlichen Gesundheitswesens zu lösen und die Menge der Medikamente zu reduzieren, die die Menschen einnehmen. „Wir müssen mehr Lifestyle-Interventionen vorantreiben, die eindeutig eine viel bessere Wirkung ohne Nebeneffekte haben“, sagt er.

„Da es im gesamten System so viele kommerzielle Einflüsse gibt, die den Fortschritt bei der Revolutionierung der medizinischen Versorgung behindern, denke ich, dass es eine öffentliche Untersuchung geben muss, um dieses dringende Problem zu lösen.“

Der Leibarzt der Königin spricht

Sir Richard Thompson, von 1984 bis 2005 Leibarzt der Königin sowie ehemaliger Präsident des Royal College of Physicians, sagte in Brüssel:

 „Pharmazeutische Unternehmen handeln in den meisten Fällen eher unethisch. Sie verstecken die schlechten und verkünden die guten Ergebnisse, dann reden sie nicht weiter über Nebenwirkungen ihrer Medikamente. Wenn unabhängige Wissenschafter an medizinischen Fakultäten die Hintergründe verschiedener Studien ausleuchten würden, könnte das den Anfang einer Veränderung des Systems bedeuten.“

Sir Richard hat sich in der Vergangenheit in der breiten Öffentlichkeit gegen die Verwendung von Statinen, den cholesterinsenkenden Medikamenten, ausgesprochen. Er meint, dass die meisten Menschen nicht von ihnen profitieren.

 „Statine sind nur bei Menschen wirksam, die bereits eine Herzerkrankung haben, doch Millionen von Menschen nehmen sie ohne gesundheitliches Risiko zu haben und werden dadurch „medikalisiert“.

Der Statin-Krieg wurde auch in den medizinischen Fachzeitschriften Lancet und BMJ drei Jahre lang ausgetragen. Dabei kam es zu gegenseitigen Beschuldigungen, die öffentliche Gesundheit zu gefährden. Sir Richard kritisiert auch die Werbung für Nahrungsergänzungsmittel und Vitamine, die fast gänzlich „völlig nutzlos“ sind. Er sagt außerdem:

„Glutenfreie Lebensmittel, die viele Menschen für gesünder halten, sind in den meisten Fällen sinnlos. Die einzigen Menschen, die davon profitieren, sind Menschen mit Zöliakie. „

Whistleblower ortet Wissenschaftsbetrug

Die Aktivisten, denen auch  Carl Heneghan, Professor für evidenzbasierte Medizin an der Universität Oxford und Hanno Pijl, Professor für Diabetologie angehören, stützten sich auch auf Aussagen von Dr. Peter Wilmshurst, einem Whistleblower, der seit 35 Jahren Fehlverhalten von Forschern untersucht und entlarvt. Den Abgeordneten sollte bewusst sein, dass derartiges Fehlverhalten „viel häufiger ist als angenommen“ und  „weitaus ernstere Folgewirkungen hat, als Universitäten und Fachzeitschriften bewusst ist“. Dr. Wilmhurst zeigte, dass die massenhafte Verwendung von Beta-Blockern die Sterblichkeit der Patienten um 27 Prozent erhöht hat. Eine Studie aus dem Jahr 2014 am Imperial College zeigt, dass die großzügige Verschreibung dieser Medikamente zu 800.000 zusätzlichen Todesfällen in Europa geführt hat, und dies allein in den letzten acht Jahren.

„Einige Veröffentlichungen sind einfach organisierte kriminelle Aktivitäten, die auf Geheiß von Auftraggebern stattfinden. Prominente Wissenschafter stehen auf der Honorarliste von Industrieunternehmen und akzeptieren in ihrem Namen die Veröffentlichung falscher Daten. Auch können gutgläubige Förderer von wissensschaftlichen Studien getäuscht werden, indem Zahlungen für die Beschaffung von Daten, die für nachfolgende Forschungsarbeiten erhoben werden, geleistet werden „,

sagte Dr. Wilmhurst mit Hinweis auf in seine dokumentierten Beweise. Ein kürzlich veröffentlichter BMJ-Leitartikel von Professor Heneghan und Kollegen kam zu dem Schluss, dass bisher „kaum systematische Änderungen berücksichtigt wurden, um solche Probleme zu verhindern“.
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