Um Herzkrankheiten zu verhindern wurden uns über Jahrzehnte falsche Ratschläge eingetrichtert. Sie bewirkten genau das Gegenteil von dem was sie  versprachen. „Iss weniger Fett und mehr Kohlenhydrate“, so das Paradigma der vergangenen Jahrzehnte. Bei Betrachtung unabhängiger Studien stellt sich heraus, dass diese Ratschläge genau das bewirkten, was sie verhindern sollten: eine weltweite Epidemie von Übergewicht und Fettleibigkeit.

Jetzt versucht ein Kardiologe erneut diesen weltweit verbreiteten Unsinn zu entkräften. Die Washington Times zitiert den Herzspezialisten und Stoffwechselexperten des Virginia Hospital Center, Dr. Eric Thorn:

Dr. Eric M. Thorn, MD, FACC

„ wir müssen die Kohlenhydrate reduzieren und nicht das Fett, wenn wir  unser Risiko für Herzkreislauferkrankungen minimieren wollen“.

Er verlangt, die herrschenden Ernährungsempfehlungen, die in der Ernährungspyramide abgebildet sind, auf den Kopf zu stellen.

Dabei beruft er sich auf eine im Jahr 2017 in The Lancet veröffentlichte großangelegte Beobachtungsstudie mit   135 000 Teilnehmern aus 18 Ländern, die zeigte, dass die höchsten Raten von Herzkreislauferkrankungen und Todesfällen bei jenen gemessen wurden, die am wenigsten gesättigtes Fett verzehrten. Umgekehrt wurde festgestellt, dass  bei jenen, die das meiste gesättigte Fett konsumierten, die niedrigste Anzahl von Schlaganfällen registriert wurde. Siehe Blogbeitrag.

Jahrzehntelang verordneten Ärzte und Ernährungswissenschaftler fettarme Diäten um das Risiko für Herzerkrankungen zu senken. Es wurde angenommen, dass gesättigtes Fett in Fleisch und Milchprodukten unsere Arterien verstopfen. Getreide – vor allem „volles Korn“ – galt als geeignet, um hohe Cholesterinwerte oder Verdauungsprobleme zu bekämpfen.
Die Washington Times weist neuerlich darauf hin, was immer mehr Forschungsarbeiten zeigen: Für die meisten Menschen sind Kohlenhydrate, nicht Fette, die wahre Ursache von Herzerkrankungen.

Werden die medizinischen Fachgesellschaften endlich bessere Ernährungsrichtlinien einfordern? Die gegenwärtigen offiziellen Empfehlungen sind so unglaubwürdig wie nur was. Sie basieren auf fragwürdigen wissenschaftlichen Grundlagen. Sie dienen hauptsächlich den Interessen einer skrupellosen Lebensmittelindustrie, die bereit ist mit ihren verzuckerten und fettarmen Produkten die Gesundheit der Konsumenten aufs Spiel zu setzen. Immer mehr Menschen probieren auf eigene Faust kohlenhydratarme Ernährungsformen und versuchen mit den Resultaten ihren Arzt zu beeindrucken. Auf der ganzen Welt beginnen Ärzte umzuschwenken und bestätigen die guten, auch langfristig wissenschaftlich nachweisbaren Erfahrungen.

In Europa, vor allem im deutschen Sprachraum, werden  Ärzte, die sich zur Indoktrination in Ernährungsfragen äußern, von den Leitmedien noch nicht ernst genommen. Neidisch müssen wir über den Ozean, in die USA und nach Kanada schielen. Dort sind zahlreiche Ärzte bereit, mit der Ernährungslüge Schluss zu machen, wie der Artikel in The Washington Times zeigt: „Carbohydrates are killing us“.

The Washington Times: ‘Carbohydrates are killing us’