Es ist schon einige Wochen her, dass mein letzter Blogartikel erschienen ist. Es ist manchmal notwendig, zurückzutreten und andere Aufgaben zu übernehmen, die im Leben anfallen. Ich genieße das Privileg unabhängig zu sein und erhalte von niemandem Aufträge oder Entschädigungen. Dank Internet bin ich ein kleines Rädchen in einem weltumspannenden Netzwerk von Low-Carb Experten. Daher geht die Welt nicht unter, wenn ich mir einmal eine schöpferische Pause vergönne.

In den letzten Wochen haben sich viele Ideen angesammelt, die zur Veröffentlichung  anstehen. Die größten Veränderungen finden im angloamerikanischen und skandinavischen Raum statt. In den USA tobt die Debatte um die offiziellen Ernährungsempfehlungen. Der Klimawandel erfordert entschlossenes Handeln und in der Diskussion kommen die Essgewohnheiten ins Spiel. Die Epidemie von nicht ansteckenden chronischen Krankheiten, die mit schlechter Ernährung zusammenhängen, breitet sich weiter aus und ergreift Länder und Kontinente, die erst jetzt vom westlichen Wohlstand erfasst werden. Schließlich erscheinen immer wieder Studien, die darauf hinweisen, dass alle bisherigen Ernährungsrichtlinien auf schwachen wissenschaftlichen Beinen stehen. Persönlich kann ich nach fast elf Jahren mit fettreicher und kohlenhydratarmer Ernährung bestätigen, dass diese Ernährung nicht zu gesundheitlichen Problemen geführt hat, wie es manche Skeptiker vermutet haben. Im Gegenteil, ich fühle mich gesund, aktiv und leistungsfähig, sowohl geistig als auch körperlich. Diese Ernährung bildet eine große Chance, die Jahre, die mir als Pensionist vergönnt sind, mit Aktivitäten zu erfüllen.

Mit großer Freude halte ich Kontakt zu anderen Low-Carb Praktikern, unter denen sich auch Ärzte befinden, bin ich unterwegs zu Low-Carb Konferenzen, lese die neuesten Artikel zu diesen Themen auf Twitter (das meiste auf Englisch) und beobachte Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt oder Zeitungen. Bei meinem Stöbern in Buchhandlungen ist mir eine Sonderausgabe der LE MONDE diplomatique mit dem Titel:

„Die Essensmacher. Was die Lebensmittelindustrie anrichtet“,

in die Hände gefallen. https://shop.taz.de/product_info.php?products_id=244658

Diese lesenswerte Broschüre und ähnliche Artikeln bestätigten, dass das Thema Ernährung und Gesundheit in der öffentlichen Wahrnehmung mehr Platz bekommt und jahrzehntelange Gemeinplätze kritisch hinterfragt werden.

Ich danke allen Beziehern des Newsletters und allen Lesern meines Blogs, auch für das Verständnis für meine Schreibpause. Für Anregungen oder Kritik bin ich dankbar. Wenn Ihnen ein Thema unter den Nägeln brennt, dürfen Sie es gerne bei mir veröffentlichen.

Ihr Robert Schönauer