Die Pharmaindustrie hat sich aus der Alzheimerforschung weitestgehend zurückgezogen. Mit dieser Krankheit ist mit Medikamenten nichts zu verdienen. Vorhandene Präparate, wie der Cholinesterasehemmer Donepezil (Markenname Aricept) können den Verlauf der Krankheit lediglich marginal verzögern, lösen aber bedenkliche Nebenwirkungen aus, auch wenn die Deutsche Apothekerzeitung im Jahre 1997 dafür wirbt.

Der Neurologe Dr. Dale Bredesen, Professor an der Universität Los Angeles, Californien (UCLA), hat in 30 jähriger Forschungsarbeit einen völlig anderen Weg entwickelt. Bei ihm ist die Ernährung, bestehend aus hoch verarbeiteten und industriell hergestellten Lebensmitteln, einer der größten Übeltäter.

Dr. Bredesen hat sich der Aufgabe verschrieben, Ursachen und mögliche Behandlungsmethoden zur Vorbeugung und Remission von neurodegenerativen Krankheiten, wie Demenz und Alzheimer, zu erforschen. Die Frage ist, warum degenerieren die Gehirnzellen und warum gibt es Blockaden in den Synapsen? Wie kommt es zu den verschiedensten Formen von Demenzkrankheiten?

Dale Bredesen geht davon aus, dass  ca. 45 Millionen Amerikaner im Laufe ihres Lebens eine Demenz entwickeln werden. Das sind 15 Prozent der Bevölkerung.

Demenz bildet obendrein noch die dritt-häufigste Ursache für vorzeitigen Tod in den USA. Die Kosten für diese künftige Bürde könnte das Gesundheitssystem der USA lahm legen.

Bredesen stellt fest, dass Frauen eher von dieser Krankheit betroffen sind, als Männer. Sie machen ca. 65 Prozent der Patienten aus. Trotzdem sind Frauen zu 60 Prozent diejenigen, die Alzheimer Patienten pflegen. Fakt ist auch, dass bei Frauen häufiger Alzheimer auftritt als Brustkrebs.

Seit vielen Jahren wird in epidemiologischen Studien beobachtet, dass erhöhte Blutzuckerwerte, die viele Jahre andauern, mit Demenzkrankheiten zusammenhängen. Ähnlich verhält es sich mit Übergewicht und Fettleibigkeit. Der dringende Verdacht steht im Raum: Demenzkrankheiten haben mit Insulinresistenz im Gehirn zu tun und werden daher inzwischen als Diabetes-Typ-3 bezeichnet. Am konkreten Zusammenhang zwischen Ernährung und Demenz wird intensiv geforscht.

Gerade erst hat eine japanische Forschergruppe einen Marker gefunden, der bei Diabetes und Alzheimer vorliegt. Die Autoren kommen zum Schluss:

Die Alzheimer Krankheit ist eine diabetische Störung des Gehirns!

Originalstudie: „Alzheimer’s disease found to be a diabetic disorder of the brain”

Dr. Bredesen hat  mit anderen Ärzten schon lange diesen Weg beschritten und jüngst sein wissenschaftliches Programm vorgelegt, das auch in der Praxis erprobt ist. Laufend zeigen Studien, dass hier der Schlüssel zur Vermeidung und Remission in frühen Stadien liegen könnte. Erstmals wurde die Methode als „Bredesen-Protokoll“ 2014 publiziert. Damals konnte sich der Forscher nur auf 10 Fallgeschichten stützen. Seither haben mehrere Hundert Patienten das Bredesen-Protokoll durchlaufen. Und die Resultate sind sensationell!

Das Ergebnis ist der jetzt auf Deutsch vorliegende amerikanische Bestseller:

„DIE ALZHEIMER REVOLUTION: Das erste Programm um Demenz vorzubeugen und zu heilen.“ Erschienen 2018 im MVG-Verlag.

Englischer Originaltitel: The End of Alzheimer´s: the first program to prevent and reverse. 2017

Die wichtigste Botschaft in diesem Buch ist, dass sich durch Bredesen´s Behandlungsmethode  der Zustand bei ca. 50 Prozent der Patienten eindeutig verbessert hat. In frühen Stadien der Krankheit konnten nahezu alle eine deutliche Umkehr oder Heilung erfahren.

Gesundheitsmarker

Patienten, die sich mit der Diagnose Demenz an ihn wenden, haben vieles gemeinsam, wie

  • Hoher BMI, hohes Nüchterninsulin und hoher HbA1C-Wert. Prediabetes und Insulinresistenz, alles Zeichen eines metabolischen Syndroms. Hohe Entzündungsmarker (CRP).
  • Hohes Niveau an Homocystein.
  • Niedriges Vitamin D3, B12, Folat und B6
  • Erbliche Belastung durch ein Gen, namens ApoE4
  • Gestörte Hormonbilanz, meist mit hohem Kortisolniveau, das auf Stress hinweist.
  • Durchlässiger Darm (Leaky Gut) und durchlässige Blut-Hirnbarriere.
  • Ablagerungen von giftigen Metallpartikeln, wie Quecksilber und Blei.

All diese Auffälligkeiten können durch eine bessere Ernährung und wenn nötig mit Nahrungsergänzung korrigiert werden.

Trotzdem kennt Dr. Bredesen noch  andere Ursachen für Demenz und Alzheimer. Er vergleicht die Krankheit mit einem Dach, das an 40 Stellen schadhaft ist und Wasser eintreten lässt. Daher sind nicht nur wenige Löcher zu stopfen, sondern möglichst viele gleichzeitig zu reparieren.

Maßnahmen

Es handelt sich um acht wesentliche Punkte, die bei Vorbeugung und Behandlung von Alzheimer zu beachten sind:

  1. Kohlenhydratrestriktion, die Elimination von Gluten und Verzicht auf verarbeitete Lebensmittel. Er empfiehlt mehr Gemüse, Obst und Fisch aus Wildfang.
  2. Meditation, zweimal am Tag um den Stress zu minimieren.
  3. Regelmäßiger Schlaf zwischen sieben bis acht Stunden pro Nacht
  4. Regelmäßige tägliche Einnahme von Melatonin, B12 (Methylkobalamin), Vitamin D3, Fischöl und Coenzym Q10
  5. Auf Zahnhygiene achten
  6. Wiederaufnahme einer Hormonersatztherapie, wenn diese Behandlung abgebrochen wurde
  7. Fastenperioden, nach dem Prinzip des intermittierenden Fastens. Mindestens zwölf Stunden zwischen der Abendmalzeit und dem Frühstück und keine Mahlzeit spätestens drei Stunden vor dem schlafen gehen.
  8. 30 Minuten Bewegung, 4 bis 6 Tage pro Woche.

Im Wesentlichen handelt es sich um einen natürlichen und gesunden Lebensstil. Vereinfacht gesagt, wird ein Mix aus Kohlenhydratreduktion, Nahrungsergänzung, Fasten, Meditation, ausreichend Schlaf und Bewegung empfohlen.

Eine Lebensweise, die für alle Menschen gesund ist. Für die Vorbeugung von Demenz ist es nicht nötig, alle Punkte umzusetzen. Möglicherweise genügt es, wenn man einige Aspekte in seinen Alltag einbaut. Sind Anzeichen einer Demenzkrankheit zu bemerken, ist es sicher angebracht, sich eingehender mit dem Bredesen-Protokoll auseinander zu setzen.

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