Als Leitlinie für 2019 verkündet die führende Diabetesorganisation in den USA folgende Stellungnahme zur Behandlung und Ernärung bei Diabetes:

„Die Konsensuserklärung 2019 der ADA zur Standardbehandlung und Ernährung bei Diabetes-2 beinhaltet eine sehr kohlenhydratarme Ernährung als etablierte Empfehlung für die Behandlung von T2D.“

Quelle: James McCarter auf twitter.com/JPMcCarter/status/1168178003307839490/photo/1

James McCarter dazu wörtlich:
„angesichts der Tatsache, dass sich die Evidenzlage und die Richtlinien ändern, wenden immer mehr Ärzte bei #Diabetes-Patienten #Ketose an oder sind neugierig darauf. Ich habe meinen Vortrag auf youtube gepostet“.

Die Behandlung der Diabetiker kommt endlich in Bewegung. Zumindest in den USA!

Die größte Diabetesorganisation in den USA kann nicht mehr ignorieren, dass Diabetes-2 reversibel ist. Die Studienlage ist eindeutig.

In einem Konsensuspapier stellt die ADA (American Diabetes Association) fest, dass eine Ernährung mit sehr wenig Kohlenhydraten eine anerkannte und gesicherte Form der Behandlung bei Diabetes Typ 2 ist.

Offiziell klingt das so:

„Es konnte gezeigt werden, dass eine kohlenhydratarme Ernährung, insbesondere eine sehr kohlenhydratarme Ernährung (engl. very low-carb, VLC), den HbA1c Wert (Langzeitblutzucker) und den Bedarf an antihyperglykämischen Medikamenten (Medikamente zur Senkung des Blutzuckers) reduziert. Diese Ernährungsweise gehört zu den am häufigsten untersuchten Essgewohnheiten bei Typ-2-Diabetes. Es scheint, dass dies das kardiovaskuläre Gesamtrisiko nicht erhöht. Es sind jedoch Langzeitstudien mit klinischen Ergebnissen erforderlich.“

Wir haben es schwarz auf weiß: eine sehr kohlenhydratarme Ernährung ist bestens untersucht und bildet keine Gefahr Herzkrankheiten zu erleiden, wie einstmals wegen des höheren Fettgehalts der Low-Carb Diäten befürchtet wurde.

Was hindert unsere Ärzte und die DiätistInnen noch, dieses Werkzeug anzubieten? Leider müssen sich die Patienten allzu häufig selbst informieren um den tragischen Verlauf ihres Diabetes -2 zu stoppen und eventuell in Remission zu bringen. Ärzte warnen vor Fett und Cholesterin, nicht aber vor der westlichen Ernährung mit hoch verarbeiteten Kohlenhydraten. Die Rezepte gegen Blutfette (Statine) und Blutzucker sind schnell zur Hand. Die Ursachen der Krankheit sind nicht im Visier der Ärzte. Mehr als „abnehmen durch gesünder oder weniger essen und mehr bewegen“ erfährt der Patient nicht.

Es besteht leider kein gesellschaftlicher Konsens über gesunde Ernährung. Dokumente, wie das der ADA, revolutionieren die Ernährungsempfehlungen, nicht nur für Diabetiker.

Diabetes entsteht durch falsche Ernährung und kann durch die richtige Ernährung geheilt werden. Das sollte die Grundlage unseres Gesundheitssystems sein, entgegen der Propaganda für Medikamente durch die Pharmaindustrie, die die Aus- und Fortbildung der Ärzte im Wesentlichen kontrolliert.

Es fragt sich nur, was läuft anders in den USA? Wie lange wird es noch dauern, bis man in den europäischen Gesundheitssystemen bemerkt, dass man längst überholten Mythen folgt, die den Patienten mehr Schaden als Nutzen zufügen?

Alle Übersetzungen aus dem amerikanischen Original von Robert Schönauer