Svea Golinske recherchierte für ihr Buch DIABETES IST HEILBAR in Studien, sprach mit Experten und Betroffenen und bezieht ihre eigenen Erfahrungen als Typ-1-Diabetikern mit ein. Ihre Ernährung stellte sie schon vor weit über einem Jahrzehnt in eigener Initiative um. Heute geben ihr anerkannte Mediziner, wie Dr. Matthias Riedl, der das Vorwort ihres Buches und Prof. Dr. Stephan Martin, der einen Gastbeitrag für das Buch verfasst hat, Recht. Auch weitere Ärzte haben ihr Buchprojekt unterstützt.

Bei den Recherchen für das Buch entdeckte Svea Golinske, dass Ernährungsvorgaben generell und im Besonderen für Menschen mit Diabetes oder Diabetesrisiko revidiert werden sollten und ein generelles Umdenken in der Diabetestherapie nötig ist. Der Druck auf die Ärzteschaft und auf die Krankenkassen wächst. Eigentlich könnten diese ihrem Ruf „Gesundheitskassen“ zu sein, besser gerecht werden, wenn sie auch Patienten auf dem Weg zur Gesundheit durch entsprechende Ernährungsmedizin beraten würden. Derzeit müssen wir leider noch von eher „krank-machenden Kassen“ sprechen.

Das Buch von Svea Golinske ist ein wichtiger Beitrag zum Überdenken der Diabetikerberatung. Da es sogar einen Weg gibt, Typ-2-Diabetes zu heilen, muss er unbedingt den Patienten angeboten werden. Zu sagen, „man kann von den Patienten keine Umstellung der Ernährung verlangen“, ist eine Kapitulation der Ärzteschaft gegenüber den Patienten und eine Unterwürfigkeit gegenüber der Pharmaindustrie. Dr. Riedl sagt in seinem Vorwort:

Diabetes ist heilbar“ gebührt das Verdienst, die erste komplette Darstellung der gesamten Faktenlage und der dazugehörigen Implikationen zu sein, die den notwendigen Umbruch in der Diabetologie deutlich macht.

Hier ein Interview mit der Autorin Svea Golinske:

 

Robert Schönauer: Seid wann leiden Sie unter Diabetes, und wie begann alles?

Svea Golinske: Zunächst einmal würde ich sagen „ich habe Diabetes“, das Wort leiden hat so etwas Passives. Diabetes ist im Verlauf eine durch eigenes Zutun sehr beeinflussbare Erkrankung. Daher lebe ich mit Diabetes, aber leide zum Glück nur selten unter ihm. Ich habe bereits in meiner Kindheit Typ 1 bekommen, wie es für diese Diabetesform auch typisch ist. Das liegt mittlerweile schon über 25 Jahre zurück. Die ersten Jahre waren damals noch mit strengen Vorgaben und „Leiden“ versehen – so musste ich täglich zur selben Zeit – auch am Wochenende – um 6.30/7.00 aufstehen und einem immer gleichen Prozedere folgen: Messen, Insulin spritzen, 30 Minuten warten, Essen –  und das recht kohlenhydratreich und fett- sowie proteinarm, auch wenn ich keinen Hunger hatte.

Durch neue Insuline (sogenannte Analoginsuline) gab es dann nach einigen Jahren mehr Flexibilität was die Uhrzeiten und Ess-Spritz-Abstände anging, die Ernährungsempfehlungen blieben jedoch ähnlich: Pro vieler komplexer Kohlenhydrate, contra Fett und Protein. Und genau das habe ich vor 10-15 Jahren angefangen für meine eigene Ernährung in Frage zu stellen.

Glosse: Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunkrankheit, bei der die Bauchspeicheldrüse die Produktion von Insulin aufgibt. Der Körper zerstört in Autoimmunreaktionen die Insulin produzierenden Zellen und kann daher kein Insulin mehr produzieren. Durch die synthetische Herstellung des Hormons Insulin können heutzutage Menschen mit Typ-1-Diabetes ein weitgehend normales Leben führen.

RS: Wie sind Sie auf die Idee gekommen, einen eigenen Weg zu versuchen?

SG:  Eine Mischung aus zwei entscheidenden Punkten brachte mich dazu. Erstens: Ich habe nicht einsehen wollen, warum ich ausgerechnet von dem Makronährstoff (nämlich Kohlenhydrate) am meisten essen soll, den ich nicht eigenständig verstoffwechseln kann. Denn man muss wissen, zu kohlenhydratreichem Essen zu spritzen, heißt ja nicht, dass dann alles paletti ist. Es ist vielmehr so: Je mehr Kohlenhydrate und in der Folge auch Insulin man seinem Körper zuführt, desto größer das Potenzial für Blutzuckerschwankungen (bei zu wenig Insulin zu hohe Werte, bei zu viel Insulin Unterzuckerungen und bei der für die kohlenhydratreiche Mahlzeit richtigen Menge Insulin später Unterzuckerungen, wenn man sich z.B. bewegt und noch zu viel Restinsulin im Körper vorhanden ist.

Da bin ich bei Punkt zwei, der Bewegung, denn ich liebe Sport und habe in Verbindung mit meinem Training festgestellt: wenn nur eine nötige Grundmenge Insulin im Körper ist und ich keine zusätzlichen Insulininjektion z.B. für ein kohlenhydrathaltiges Frühstück brauche, kann ich meist unterzuckerungsfrei mit guten Werten über mehrere (!!) Stunden hinweg intensiv trainieren (Kraftsport, Ausdauersport, Klettern). So bin ich sogar Marathondistanzen gelaufen – ohne irgendwie mit Insulin oder Kohlenhydraten nachjustieren zu müssen.

Im Internet hab ich damals nichts zu „Low Carb“ bei Typ 1 entdecken können, aber dafür zu einer proteinreichen Ernährung bei Sport – kurzum, in erster Linie bin ich nun mal Svea und dazu gehört extrem viel Bewegung: Sport, Tanzen, Reisen, aktiv sein, darum hab ich einfach die Vorteile einer protein- und mikronährstoffreichen Ernährung für mich ausprobiert und schätzen gelernt – und wie ich feststellte passte das hervorragend zu Diabetes.

RS: Haben Sie dieses Konzept ohne ärztliche Ratschläge ausprobiert?

SG: Ja. Wie schon gesagt, hat es sich mir ja nicht erschlossen, warum ich meinen Blutzucker durch Kohlenhydratverzehr erhöhen und zeitgleich durch Insulin wieder senken soll. Wenn man von vornherein weniger Kohlenhydrate isst, reicht auch eine geringere Menge an Insulin. Damit hatte und habe ich viel weniger Blutzuckerschwankungen und dadurch wiederum einen viel besseren Langzeitblutzuckerwert. Mein damaliger Arzt meinte dazu, ich solle so weitermachen, wenn es mir damit gut geht, empfohlen so zu essen, haben mir jedoch weder er noch ein anderer Diabetes-Experte, noch das Internet.

RS: Ihre Neugierde hat ja nicht bei Typ 1 Halt gemacht. Sie haben ja auch den Verdacht, dass die Behandlung von Typ-2-Diabetes nicht stimmig sein könnte.

SG: Oh der Verdacht hat sich längst bestätigt, aber stand natürlich damals noch am zaghaften Beginn meiner journalistischen Recherche in Sachen Low Carb bei Diabetes. Aus meinen eigenen positiven Erfahrungen mit einer kohlenhydratarmen Ernährung kamen mir immer mehr Zweifel an den Empfehlungen der Ernährungsgesellschaften für alle Menschen und so auch für Typ-2-Diabetiker. Wir haben ja einen immensen Zuwachs an übergewichtigen Menschen und Typ 2 zählt mittlerweile zu den „Top“-Zivilisationskrankheiten. In einem Bericht des Ärzteblattes von 2015  kann man nachlesen, dass bereits über 12% (!) der Bevölkerung  in den USA Typ 2 haben und weitere 38% prädiabetische Symptome aufweisen. Der Artikel folgert richtig, dass dies bedeutet, dass etwa jeder zweite US-Amerikaner einen gestörten Kohlenhydratstoffwechsel hat.

Ich bin eigentlich Politikwissenschaftlerin, habe mich aber bereits im Studium für Gesundheit, gesundheitspolitische Themen und Möglichkeiten, die Welt „gesund zu halten“ interessiert.

Bei so einer epidemischen Verbreitung von Übergewicht und Typ 2 weltweit und dem Wissen aus eigener Erfahrung, wie es so viel besser gehen kann, interessiert mich die Thematik somit natürlich sehr.

Glosse: Typ-2-Diabetes ist eine Krankheit, bei der das ausgeschüttete Hormon Insulin seine Wirksamkeit langsam einbüßt (=Insulinresistenz). Um die Glukose in die Zellen einzuschleusen, muss die Bauchspeicheldrüse dadurch immer mehr Insulin ausschütten, bis die Bauchspeicheldrüse zunehmend  erschöpft ist und irgendwann das produzierte Insulin nicht mehr ausreicht.

RS: Welchen Eindruck hatten Sie von Ärzten, wenn Sie sie auf eine Ernährungsberatung anstelle einer Medikamentierung angesprochen haben?

SG: Ich habe u.a. danach gefragt, inwiefern die Therapiemaßnahmen für  Diabetiker und Prädiabetiker der Tatsache Rechnung tragen, dass die Typ-2-Erkrankung durch bestimmte Diätmaßnahmen aufhaltbar und revidierbar ist. Ich bemerkte schnell, dass nicht wenige Ärzte Ernährung nicht als ihren „Arbeitsbereich“ ansehen. Aussagen wie „ich bin Arzt, für Ernährungsfragen verweise ich an unsere Diätberater“ fielen hier zum Beispiel. Ebenso hörte ich „die meisten Patienten wollen gar nichts ändern und so weiterleben wie bisher“. Das klingt nicht nur nach einer Kapitulation vor Typ 2, es ist eine. Die Schuld daran möchte ich aber nicht den Ärzten geben, es ist vielmehr ein systemimmanentes Problem, denn das Angebot an qualifizierter und individualisierter Ernährungsberatung ist in Deutschland maximal rudimentär, sie ist nicht einfach „verschreibbar“ und diabetische Diätberatungen in Schwerpunktpraxen beinhalten vor allem „wie spritze ich, medikamentiere ich“ zum Essen. Die DGE-Ernährungspyramide findet hier leider oft noch Anwendung mit ihrem starken Fokus auf Kohlenhydrate.

Bei einem neu diagnostizierten Typ-2-Diabetes werden so oft Medikamente oder gar Insulin verschrieben und bei prädiabetischen Symptomen maximal allgemeine Ernährungsratschläge gegeben, wie weniger Kalorien und mehr Bewegung.

Anstatt hier mit einer Ernährungstherapie zu starten, wird wertvolle Zeit verstrichen gelassen und diabetische Zustände manifestieren sich zusehends. Den Betroffenen fehlt schlicht und ergreifend ein hochqualifiziertes ernährungsmedizinisches Angebot.

Und ganz ehrlich: wenn ein „weiter so“ dank Medikamente und Insulin mit der ein oder anderen kleinen allgemeinen Mahnung „weniger Kalorien, mehr Bewegung, weniger Krabberkram und Süßigkeiten“ das Angebot für Patienten ist, nehmen es die meisten leider auch so wahr. Ein: „Du kannst die Erkrankung wieder loswerden, dafür hast Du folgende Möglichkeiten, die Krankenkasse übernimmt sie“, würde vielleicht nicht jeden, aber gewiss eine Vielzahl von Menschen erreichen. Da müssen wir hin!

Mit Dr. Matthias Riedl, der auch aus der deutschen TV-Sendung des NDR (Norddeutschen Rundfunk) „Die Ernährungs-Docs“ bekannt ist und Prof. Dr. Stephan Martin bin ich auf medial sehr präsente Experten gestoßen, die die Ernährungspyramide der DGE kritisch betrachten. Aber sie sind bei Weitem nicht die einzigen.

Viele auch internationale Ärzte und Experten haben mich dabei unterstützt, dieses Buch zu schreiben, damit Diabetiker mit Typ 2 erfahren, dass die Heilbarkeit unter Studienbedingungen bewiesen wurde und eine kohlenhydratarme Ernährung langfristig wirkt und dabei Heilungschancen erhöht. Auch Menschen mit Typ 1, wie ich, können mit den richtigen Maßnahmen entscheidend profitieren. Der Titel meines Buches richtet sich zwar an Menschen mit Typ 2, das Buch ist aber ebenso relevant für Menschen mit Typ-1-Diabetes.

RS: Das Ziel der Ernährungsumstellung ist die Heilung der Krankheit. Was ist das Ziel der medikamentösen Behandlung?

SG: Medikamente bei Typ 2 sollen vor allem die Blutzuckerwerte normalisieren, was im Individualfall auch wichtig ist, denn anhaltend hohe Blutzuckerwerte sind sehr gesundheitsschädigend.

RS: Sie wollten wissen welche Angebote an Ernährungstherapien für Diabetiker vorhanden sind. Wie weit sind Sie gekommen?

SG: Viele Menschen mit Typ 2 oder Prädiabetes, die beim Hausarzt diagnostiziert und behandelt werden, bekommen oft gar keine qualifizierte Diät-Beratung. Ernährungstherapie ist noch kein  „Heilmittel“ im Kassenkatalog und kann somit nicht ohne weiteres verschrieben und übernommen werden. Außerdem gibt es die Diätberater in diabetologischen Schwerpunktpraxen, wie zuvor bereits erwähnt.

Hinzu kommt: Die Krankenkassen bezuschussen wenn überhaupt nur Diätberatungen, bei denen die Beratenden nach Vorgaben und Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) ausgebildet wurden, lehren sollen und DGE zertifiziert sind. Nun bleibt die DGE aber bei protein- und relativ fettarm und dafür kohlenhydratreichen Empfehlungen. Eine Erneuerung der DGE-Ernährungsregeln – auch in Folge von Protesten von engagierten Ernährungsberatern – liest sich zwar allgemeiner, eine genauere Betrachtung zeigt aber: die Richtwerte blieben unverändert. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) hat die Richtwerte für Proteine bereits nach oben korrigiert, die DGE jedoch nicht. Im Prinzip ist mir egal, was eine Gesellschaft an überholten Richtwerten weiterhin vertritt – wäre diese Gesellschaft nicht immer noch die einzige, deren Beratungen die Krankenkassen übernehmen!

Auf den Punkt gebracht: eine hochqualifizierte Ernährungstherapie (bitte nicht nach DGE-Kriterien)  ist nicht im Leistungskatalog der Kassen, dass muss sich dringend ändern – auch aus ökonomischen Gesichtspunkten und für die Lebensqualität der Menschen. Prädiabetes müsste als Diagnose anerkannt werden und das Verschreiben einer Ernährungstherapie die erste obligatorische Maßnahme bei Diabetesrisiko und Diabetes sein!

RS: für wen ist das Buch gedacht?

SG: In erster Linie ist das Buch für Menschen geschrieben, die Diabetes haben, besser mit ihm leben möchten, ihn je nach Diabetes-Typ wieder loswerden wollen und für Menschen, die ihn erst gar nicht bekommen möchten. Aber auch Ärzte und medizinisches Personal können davon profitieren. Mein Buch ist durchaus reich und detailliert bestückt mit Fachwissen und Forschungsergebnissen und 13 nationale und internationale Experten haben mich dabei unterstützt. Dabei war es mir wichtig, dieses Wissen so zu verpacken, dass es gut verständlich für jeden ist. Zudem enthält das Buch einen ratgebenden Teil mit vielen konkreten Tipps und Empfehlungen. Es geht in „Diabetes ist heilbar“ auch darum, anzuerkennen, dass eine Ernährungsumstellung für den Verlauf von Diabetes Typ-2 auf jeden Fall besser wirkt als eine reine medikamentöse Behandlung. Das macht das Buch auch so relevant für interessiertes Fachpersonal.

Von den dargestellten Ergebnissen kann jeder profitieren, denn man hat – belegt durch eine Vielzahl von Studien – wesentlich mehr von leckeren, sättigenden und dabei gesunden Lebensmitteln zur Verfügung, – hauptsächlich Protein und natürliches Fett – als uns lange Zeit als gesund weis gemacht wurde. Damit gelingt auch das Abnehmen leichter als mit den herkömmlichen „Low-Fat“-Diäten.

RS: Gibt es auch Ratschläge für Menschen, die sich um Diabetes keine Gedanken machen?

SG: Na klar. Mit dem Wissen aus dem Buch und dem Beherzigen des Faktenstands um hohe Kohlenhydratmengen, kann man vermeiden in die Risikogruppe für Typ-2-Diabetes zu fallen und Übergewicht vermeiden.

Menschen mit gesundem Stoffwechsel kann ich nur raten, die offiziellen Ernährungsempfehlungen kritisch zu betrachten. Es gibt nur drei Makronährstoffe: Kohlenhydrate, Proteine und Fette und nur einer davon ist nicht essenziell (nicht überlebensnotwendig) – das sind die Kohlenhydrate.

Nichtsdestotrotz ist nicht jeder Mensch gleich und die Forschungsfelder der Nutrigenetik und Epigenetik werden uns in Zukunft vermutlich verschiedene Ernährungstypen unter uns Menschen konkret vorstellen, auch bei Typ-2-Diabetes geht man von unterschiedlichen Subtypen aus. Das kann personenabhängig auch zu unterschiedlichen optimalen Makronährstoffverteilungen führen. Wir müssen also weg von starren Vorgaben, hin zu individualisierten Empfehlungen.

Was jedoch auch klar ist, zu viele Kohlenhydrate – vor allem einfache Zuckerformen – sind gefährlich für den Körper, v.a. wenn Übergewicht und Diabetes vorliegen. Ein Leistungssportler verträgt auch mehr Kohlenhydrate – obgleich diese auch hier nicht unbedingt nötig sind. Aber Menschen, die sich nicht oder wenig bewegen kann ich nur raten, Kohlenhydrate einzusparen und natürliches Essen auswählen – eine sinnvolle Präventionsmaßnahme vor Zivilisationskrankheiten. Wenn man dann auch noch Sport in den Alltag integriert, hat man entscheidende Weichen für mehr Gesundheit gestellt.

RS: Liebe Frau Svea Golinske, danke für Ihr aufklärerisches Buch, dem ich viele Leser wünsche!

https://www.medicum-hamburg.de/de/aerzte/dr-med-matthias-riedl/

Siehe auch Blogbeiträge über Prof. Dr. Stephan Martin

Zucker streichen genügt nicht, sagt führender Diabetesexperte

Diabetesexperte: Ärzte müssen bei gesättigten Fetten umdenken!